Die Mission


Nyang’oma liegt im Westen Kenias etwa zwei Kilometer vom Victoriasee entfernt im Stammesgebiet der Luo.

Das Klima in der Region ist heiß, aber trocken, und daher für Europäer recht gut verträglich. Wenn überhaupt, regnet es nur in der Zeit von Oktober bis Dezember und von April bis Juni.

Den nächsten größeren Ort – Bondo – erreicht man über eine Sand- und Lehmpiste. Mit einem Geländewagen kann man diese Strecke bei trockenem Wetter in ca. 30 Minuten schaffen. In Bondo befindet sich auch die für die Mission zuständige Poststation.

Bis zur nächsten Stadt – Kisumu – fährt man mindestens zwei Stunden. Kisumu ist die drittgrößte Stadt Kenias. Die meisten Buslinien von Nairobi enden hier und es gibt sogar einen Bahnhof.

Bis zur Hauptstadt Nairobi sind es über 500 Kilometer. Bei den Straßenverhältnissen in Kenia bedeutet das eine Reisezeit mit dem Bus von mindestens 8 Stunden. Mit der Bahn sogar bis zu 14 Stunden, da die Züge auf den alten Trassen nur sehr langsam fahren können.

kenia04Die katholische Mission Nyang’oma liegt in der Erzdiözese Kisumu und wurde 1962 durch den holländischen Mill Hill Priester Jan van den Ouderaa (+1993) gegründet. Er schuf im Laufe seines 30jährigen Wirkens auf einem großflächigen Gelände am Victoriasee die Einrichtungen, die vor allem taubstummen Jugendlichen aus ganz Kenya eine gute Schul- und Berufsausbildung ermöglichen. Unterstützung erhält das einheimische Lehrpersonal durch afrikanische Ordensbrüder und -schwestern.

Zur Pfarrei Nyang’oma, die seit 1993 von kenianischen Priestern geleitet wird, gehören auch die Kapellengemeinden der umliegenden Dörfer.

kenia05Heute unterhält die Mission 5 Schulen bzw. Internate für fast 1000 Schülerinnen und Schüler. Die „Technical School“ bietet 170 gehörlosen und hörgeschädigten Jungen eine dreijährige Ausbildung zum Schlosser, Elektriker, Maurer, Schreiner oder Schneider.

kenia06Außerdem befindet sich auf dem Gelände ein Waisenhaus mit über 60 Kindern im Alter bis zu sechs Jahren und eine Krankenstation für die Erstversorgung der in und um Nyang’oma lebenden Menschen.

olago2001 wurde die Wasseraufbereitungsanlage Lake Victoria North Waterboard, mit HeidelbergCement und unserer Unterstützung, fertiggestellt. Diese versorgt die Mission und die Bevölkerung der umliegenden Dörfer mit Frischwasser. Seit 2006 steht das Projekt unter der Leitung der kenianischen Regierung. Der Verkauf des Frischwassers erfolgt derzeit an 14 Verkaufsstellen.

Neben den genannten Einrichtungen befinden auf dem Gelände der Mission auch 50 Wohnungen für das Lehrpersonal mit ihren Familien.

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